Top 10 Fragen, die bei der Gründung eines Unternehmens in den VAE zu berücksichtigen sind.

Russian version >> Spanish version >> English version >>

Die Gründung eines Unternehmens in den VAE kann äußerst lohnend sein, aber es gibt viele Dinge die zu beachten sind. James Swallow von der PRO Partner Group und sein Team haben Hunderten von Organisationen und ausländischen Investoren geholfen, eine profitable Unternehmenspräsenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Oman aufzubauen. Hier gibt er sein wertvolles Know-how weiter.

1. Wo gründe ich ein Unternehmen in den VAE?

Es gibt 7 verschiedene Emirate in den VAE, die zwar in vielen Bereichen Teil einer landesübergreifenden föderalen Gesetzgebung sind, aber sehr unterschiedliche Marktbedingungen und oft auch unterschiedliche lokale gesetzliche Anforderungen haben.

Bei der Entscheidung, welches Emirat für Ihr Unternehmen das Richtige ist, gibt es zwei wichtige Überlegungen – die Marktnachfrage (Zielkundenstandort) und die gesetzlichen Anforderungen. Jedes Emirat hat unterschiedliche regulatorische Anforderungen, Einreisekosten und Gewerbescheine sowie Einrichtungsgebühren.

Auch die Märkte in den beiden grössten Emiraten, Abu Dhabi und Dubai sind in bestimmten Branchen sehr unterschiedlich, und es ist wichtig, die Vor- und Nachteile jedes Standorts für Ihren Geschäftstyp zu erforschen. PRO Partner Group kann Existenzgründern in diesem Stadium helfen.

2. Welche Rechtsform eignet sich am besten für die Gründung eines Unternehmens in den VAE?

In den VAE gibt es drei Rechtsformen für ausländische Unternehmen:

  • eine Einrichtung / Einpersonengesellschaft (im Besitz einer Person)
  • eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung / GmbH (im Besitz von zwei oder mehr Personen oder Unternehmen)
  • eine Zweigniederlassung einer ausländischen Gesellschaft (100% im Besitz einer ausländischen Gesellschaft)

Die Regeln, Vorschriften und Gebühren sind sehr unterschiedlich und richten sich nach der Art und dem Charakter Ihres Unternehmens.

Es gibt mehrere Behörden in Abu Dhabi und Dubai, die Lizenzen für neue Unternehmen vergeben. Sie müssen sich vergewissern, welche Rechtsform geeignet ist, und dann untersuchen, welche Behörde die Gewerbeberechtigung (und andere benötigte Lizenzen) erteilt. Ein Unternehmen wiePRO Partner Group kann Sie dabei unterstützen, die richtigen Informationen zu erhalten, um die passende Einrichtung mit den zutreffenden Aktivitäten vorzubereiten.

3. Brauchen ausländische Investoren einen lokalen Sponsor?

Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Unternehmen in einer Freihandelszone zu gründen, dann ist ein separater lokaler Sponsor/Partner nicht erforderlich – die Freihandelszone selbst wird effektiv zu Ihrem lokalen Sponsor, und alle Regierungsbeziehungen und immobilienbezogenen Angelegenheiten müssen über dieseabgewickelt werden. Wenn Sie eine Onshore GmbH (oder eine Zweigniederlassung oder Einpersonengeschellschaft) gründen möchten, dann müssen Sie einen emiratischen Staatsbürger oder eine 100% emiratische Firma als Partner oder Sponsor haben, um das Unternehmen zu registrieren.

Nach VAE-Recht, mit einer GmbH-Struktur, müssen 51% der Anteile im Besitz Ihres lokalen emiratischen Partners oder VAE-Unternehmenspartners sein, was jedoch nicht bedeutet, dass der gleiche Anteil an Gewinnen an diese Teilhaber ausgeschüttet werden muss. Eine Vereinbarung mit Ihrem lokalen Partner kann vorsehen, dass die Mehrheit der Gewinne und die Kontrolle über das Management bei der ausländischen Partei verbleibt, die 49% besitzt.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, das Unternehmen als Einpersonengeschellschaft zu registrieren, welche per Definition eine Gesellschaft ist, die nur einer Person gehört, dann kann eine ausländische Person diese zu 100% besitzen, muss jedoch einen VAE-Staatsbürger (oder eine VAE-Gesellschaft) als Dienstleister (einen sogenannten „National Service Agent (NSA)“) für die Einrichtung haben.

Eine Auslandsniederlassung kann ebenfalls zu 100% im Besitz einer ausländischen Firma sein, wobei ein VAE-Staatsbürger (oder eine VAE-Gesellschaft) als National Service Agent (NSA) fungiert. In beiden Fällen haftet die Einzelperson oder das Unternehmen zu 100 % für die Einrichtung oder Niederlassung und muss Qualifikationen und Erfahrungen auf dem betreffenden Gebiet nachweisen. Die Sponsoring-Anforderungen und regulatorischen Anforderungen unterscheiden sich je nach Lizenztyp und Rechtsform – so kann z.B. eine Filiale in der Regel nicht mit Produkten handeln.

4. Was ist eine Freihandelszone?

Eine Freihandelszone der VAE ist eine Sonderwirtschaftszone, die üblicherweise an einen Hafen angeschlossen oder mit einem Industriesektor verbunden ist. Der Vorteil der Freihandelszonen ist, dass sie 100% ausländisches Eigentum zulassen. Das bedeutet, dass der ausländische Investor das Unternehmen vollständig in den VAE besitzen kann, ohne einen separaten lokalen Sponsor. Einige andere Vorteile sind die 100%ige Rückführung von Kapital und Gewinnen, die 100%ige Befreiung von der Körperschafts- und Einkommensteuer und die Befreiung von allen Ein- und Ausfuhrzöllen.

Es gibt einige Einschränkungen, die Sie beachten müssen:

  • Ein Unternehmen der Freihandelszone darf normalerweise keine Produkte oder Dienstleistungen ausserhalb dieser Zone anbieten und muss über lokal ernannte Distributoren gehen, die ‘onshore’ eingerichtet werden – was bedeutet, dass man keine Ladenfront haben kann, es sei denn, sie befindet sich in der Freihandelszone selbst.
  • Eine Zollabgabe von 5% ist normalerweise anwendbar, wenn ein Unternehmen der Freihandelszone in die VAE verkauft – die Freihandelszone wird als nicht innerhalb der VAE betrachtet.
  • Mitarbeiter, die im Besitz eines Visums sind, das von einem Unternehmen ausgestellt wurde, das in einer Freihandelszone tätig ist, müssen vom Büro des Unternehmens aus in dieser Freihandelszone arbeiten.

5. Was ist eine Zweigniederlassung?

Einige Unternehmen entscheiden sich für die Gründung einer Zweigniederlassung ihres bestehenden Unternehmens in den VAE. Zum Beispiel kann eine britische Firma eine Niederlassung dieser britischen Muttergesellschaft in den VAE gründen. Eine Zweigniederlassung wird als Erweiterung der ausländischen Gesellschaft behandelt, die für ihre Tätigkeit rechtlich haftbar bleibt. Ein potenzieller Nachteil, den man bei einer Filiale in Betracht ziehen sollte, sind Steuern. Alle Steuern müssen in der Jurisdiktion der Muttergesellschaft bezahlt werden. Da die VAE über ein günstiges steuerliches Umfeld verfügen, kann dies zu zusätzlichen Kosten für das Unternehmen führen.

6. Benötigen verschiedene Arten von Unternehmen spezielle Genehmigungen oder haben diese spezielle Anforderungen?

Ja, auf jeden Fall. Die verschiedenen Rechtsformen der Unternehmen haben jeweils spezifische Anforderungen. Einzelunternehmen (Einpersonengesellschaften), GmbHs und Zweigniederlassungen von in- und ausländischen Firmen müssen vor der Erteilung einer Erstgenehmigung und schließlich einer vollständigen Gewerbeberechtigung bestimmte Spezifikationen erfüllen. Eine Anwaltskanzlei oder ein Unternehmen kann Ihnen dabei helfen, genau zu verstehen, was für Ihr Unternehmen und Ihre spezifische Tätigkeit erforderlich ist.

7. Wie viel Zeit und Geld brauche ich, um ein Unternehmen in den VAE zu gründen?

Das hängt tatsächlich von der Art des Unternehmens ab, das Sie gründen möchten, und von der Branche, in der Sie tätig sein möchten. Im Durchschnitt wird empfohlen, dass Sie mindestens 2 Monate Zeit für die Gründung eines Unternehmens einplanen. Das gibt Zeit, um die relevanten Dokumente zusammen zu stellen, diese zu übersetzen sowie die behördlichen Genehmigungen einzuholen.

Eine wichtige Überlegung für ein Unternehmen in der Freihandelszone sind Bürokosten in Abhängigkeit von der Anzahl der Mitarbeiter – dies ist normalerweise der größte Teil der anfänglichen und laufenden Kosten bei der Einrichtung in einer Freihandelszone und wird zusätzlich zu den oben genannten Gebühren anfallen. Für ein Unternehmen, das sich im Besitz einer Einzelperson befindet (mit einem virtuellen Büro), beträgt der übliche Budgetbereich ca. 20.00-50.000 AED für die Gebühren der Freihandelszone.

Für eine LLC Onshore-Gesellschaft ist es ratsam, ein Anfangsbudget von ca. 100.000 AED aufwärts in Betracht zu ziehen, da Sie einige Fixkosten zu berücksichtigen haben, wie z.B. staatliche Lizenzgebühren, Rechts- und Einrichtungskosten, obligatorische Mindestbüroflächenanforderungen und Visumantragsgebühren.

PRO Partner Group kann Sie bei der Umsetzung Ihres individuellen Geschäftsmodells beraten. Die PRO Partner Group gibt Ihnen ein realistisches Bild davon, wie viel Geld Sie investieren müssen und wie viel Zeit es dauert, bis Sie Ihr Geschäft öffnen können.

8. Brauche in ein Büro in den VAE?

Sie können ein Unternehmen nicht registrieren, ohne vorher einen Mietvertrag über eine Adresse abgeschlossen zu haben. In Abu Dhabi beträgt die Mindestfläche 14 qm in Dubai 200 qm – die Fläche muss normalerweise mit einer Außentür versehen sein und muss auf Konformität überprüft werden.

Einige Freihandelszonen bieten die Möglichkeit, einen Schreibtisch oder Raum zu mieten, den Sie mit anderen kleinen Unternehmen teilen.

Wenn Sie Büroräume benötigen, dann müssen Sie die Firma zuerst registrieren, um die Dokumente zu erhalten, die es Ihnen ermöglichen, die Büroräume zu mieten. Wenn Sie Büroflächen in den VAE mieten möchten (d.h. nicht in einer Freihandelszone), benötigen Sie eine vollständige Onshore UAE Trade License.

Die Größe Ihres Büros wird im Großen und Ganzen die Anzahl der Mitarbeiter bestimmen, die Sie beschäftigen können, und einige Aktivitäten benötigen spezielle Bürotypen und -standorte – z.B. Einzelhandelsaktivitäten benötigen ein Büro im Erdgeschoss mit einer Ladenfront.

9. Hilft es, bei der Gründung meines Unternehmens lokale Beratung zu haben?

Die richtige Beratung vor Ort zu finden, kann enorm viel Zeit, Geld und Stress sparen.

Die Experten der PRO Partner Group sind darauf spezialisiert, ausländische Investoren bei der Suche nach der effizientesten und profitabelsten Form der Unternehmensgründung in Abu Dhabi, Dubai, den restlichen Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Oman zu beraten.

10. Was ist der nächste Schritt zur Gründung meines Unternehmens in den VAE?

Forschen sie etwas nach und fangen Sie an zu planen!

Die VAE können ein großartiger Ort sein, um ein Geschäft zu eröffnen, aber Sie müssen Ihre Hausaufgaben machen. Ein guter Ausgangspunkt ist es, sich mit anderen Leuten in einer ähnlichen Branche zu verbinden, die den Schritt schon gemacht haben. Die Vernetzung, vor allem zwischen Menschen aus den gleichen oder ähnlichen Industrien, kann Ihnen wichtige Rückmeldungen zu Ihren Ideen und deren Umsetzbarkeit geben. Sie können auch online recherchieren.

Beginnen Sie mit der Entwicklung eines Business- und Marketingplans unter Berücksichtigung realistischer Kosten und Zeitrahmen. Und sprechen Sie mit einem Experten in der Region, der über fundiertes Wissen zur Unternehmensgründung verfügt. Die PRO Partner Group kann Ihnen eine realistische Perspektive auf die Gründung eines Unternehmens in der Golfregion geben.

James Swallow - PRO Partner GroupJames Swallow ist kaufmännischer Leiter der PRO Partner Group. Die PRO Partner Group ist darauf spezialisiert, ausländischen Investoren eine nahtlose und finanziell effiziente Möglichkeit zu bieten, eine profitable Unternehmenspräsenz in Abu Dhabi, Dubai, den restlichen Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Oman aufzubauen. Kontaktieren Sie James direkt unter james@propartnergroup.com oder rufen Sie ein Mitglied des Teams an:

Für Anfragen auf Deutsch, bitte kontaktieren Sie Dr. Alexandra Tebay per Email alex@propartnergroup.com oder telefonisch unter der Nummer

T: +971 (0)4 456 1761 (Dubai)
T: +971 (0)2 448 4810 (Abu Dhabi)